Lebensnetz

Über die letzten Jahre wurden viele Wünsche zum digitalen Miteinander erfüllt. Einer hat sich in meiner Wahrnehmung beharrlich gehalten: Ein freies Werkzeug, dass mein Leben mit allen (möglichen) Anforderungen bedient.

Eine „Facebook“-Wolke reicht nicht, um geschäftliche Korrespondenz zu bearbeiten und ein „Wunderkit“ hilft mir nicht weiter bei der Pflege meiner persönlichen Zeitleiste. Kein Tool gleicht meine Wertewelt mit meinen Interessen ab.
Kommunikation, Aufgabenverwaltung, Dokumentation und soziale Welten sind noch nicht vereint. Der Traum von mehr Gerechtigkeit durch Transparenz schien mit der digitalen Revolution so nah und ist doch noch fern. Wir haben eine große Beteiligung im Netz erreicht – doch es bleibt so lange ein Spielzeug, bis wir beginnen, unsere Werte mit den übrigen Teilnehmern abzugleichen. Sonst bleibt es lediglich eine Ansammlung.
Ich beteilige mich z.B. wenig an den online geführten Diskussionen, da es einerseits nicht meinem Charakter entspricht und andererseits nicht ausreichend Zeit da ist.
Ich möchte aber trotzdem meine Stimme am Kulturbildungsprozess beteiligt sehen.

Ich denke, es ist Zeit für ein weiteres gemeinschaftliches Projekt wie die „Wikipedia“ für das Miteinander.

Eine Annäherung über drei Teilbereiche:
I. Organisation
Eine verlässliche Schaltzentrale für den Alltag schaffen.
Das heißt sowohl in der Arbeitswelt eine kompatible Verwaltung, offene Kommunikation und vernetzte Projektarbeit, als auch im Privaten eine verlässliche, unabhängige Plattform.
II. Wertemuster
Durch die breite Verankerung des Vorgenannten, wäre eine solide Basis und das Vertrauen für die Verständigung und den Abgleich von Wertewelten geschaffen.
III. Die Wirkung
wäre noch mehr Beteiligung – die Hoffnung ist mehr Verantwortung und Engagement.

Unabhängigkeit

Meine Ausdauer, mich bei immer neuen Diensten anzumelden, für immer neue Nischen und Teilbereiche, sinkt stetig. Ohne Gewissheit, was in einigen Jahren davon bleibt, und was die Betreiber antreibt, mag ich mich nicht komplett niederlassen. Eine einzige Schaltzentrale sollte genug sein für die täglichen Aufgaben des Lebens. Eine Grundlage dafür kann nur ein unabhängiges System sein, das nicht den Nutzen in den Nutzern sieht, sondern deren Nutzer es selbst füreinander schaffen.
Das notwendige Vertrauen für diese Konzentration durch die richtige Organisation vorausgesetzt, halte ich dies für ein großes Bedürfnis.

Funktionalität

Dies kann in einer neuen Softwaregattung geschehen – eine weitere Insellösung im Browser wird es immer schwer haben, das Vertrauen aller zu gewinnen und somit keine Basis gemeinsamer Projekte werden können.

Dieser Blog soll einen weiteren Weg (Dao) auftun, wie unsere Daten (Meta) unser Leben lenken könnten. Mir ist keine solche Initiative bekannt. Hinweise willkommen.

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