II Wertemuster

Ist es nötig, eine soziale Währung zu etablieren, oder reicht es, Wertemuster zu dokumentieren? Vielleicht kann auch parallel beides bestehen. Eine durch Reputationsdruck gelenkte Handlungsweise – eine Reputationsökonomie wäre jedenfalls ein schönes Experiment. Ich denke, es kann uns nur nutzen.
Eine globale Werteverständigung – wenn auch eine triviale – könnte Berücksichtigung in Kaufentscheidungen oder politischen Prozessen finden. Es ist bestimmt keine übergreifende Kultur einführbar und auch nicht erwünscht – jedoch eine Werteverständigung. Damit wäre viel gewonnen – sei diese Basis auch noch so klein.

Profiling

Eine Einordnung des Benutzers findet schon durch die „Arbeit“ des Fokussierens auf bestimmte Themenbereiche statt. Wir erzeugen bereits durch dieses interessenbedingte Zoomen eine persönliche Sphäre, die wir ergänzend selbst modellieren können.

Könnten dann nicht persönliche Absichten, Bedürfnisse und Anforderungen an Dinge, als Wertemuster miteinander in Resonanz gebracht werden?

Wahrnehmung und Reflexion

Eine persönliche Brille, die es erlaubt die Dinge aus meiner individuellen Interessenlage zu sehen, könnte mir erlauben, zu erkennen wo ich bin. Eine kollektive Erfahrung durch die Brille des Individuums schaffen.
In welchem Gebiet der gesellschaftlichen Relevanz befinde ich mich gerade wenn ich einen Schritt zurück trete – also beispielsweise den gerade gelesenen Artikel einordne?
Wer hat gleiches im Sinn? Und dann: Wie verhält sich das historisch?
Eine Landschaft der Gegenwartsbefindlichkeit.
Hier muss es dann möglich sein, die Skala zu verändern. Ein wechseln des Maßstabes also, das den steten Übergang vom persönlichen ins kollektive, vom lokalen ins globale Geschehen möglich macht.

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